BISp Sportinfrastruktur

Badewesen-Kongress: Laufende Projekte zu Sportanlagen-Daten vorgestellt

Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) und die Hochschule Koblenz haben auf dem 69. Kongress der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen gemeinsam über Datenplattformen zu Bädern und Sportstätten in Deutschland informiert. Auf dem dreitägigen Kongress im Rahmen der Messe "interbad" in Stuttgart stellten Sören Wallrodt (Hochschule Koblenz) und Michael Palmen (Bundesinstitut für Sportwissenschaft) den aktuellen Arbeitsstand zum Projekt "Digitaler Sportstättenatlas für Deutschland (DSD)" sowie aktuelle Forschungsergebnisse zu den Projekten "Schätzverfahren zu Deutschen Sportstätten (SDS)" und "Bäderleben" vor.

Das Bild zeugt ein Freibadbecken mit Startblock. Im Hintergrund ist eine Wiese mit Bäumen Kongress Badewesen auf Interbad Das Projekt "Bäderleben" sammelt Daten zur deutschen Bäderlandschaft
Quelle: LSB NRW/Andrea Bowinkelmann

Michael Palmen erläuterte in seinem Beitrag zum Projekt "DSD" die Projektgenese. Im Vorfeld beauftragte das BISp die Erstellung einer Expertise „Grundlagen für einen digitalen Sportstättenatlas“. Anschließend wurde im Rahmen des 3-Partnermodells des Bundes ein Umsetzungsprojekt initialisiert, welches das BISp in Kooperation mit der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durchführt. Das Ziel des Projektes ist die möglichst vollständige Identifizierung und Lokalisation aller Kernsportstätten und weiterer Sportstätten in Deutschland, sowie die Bereitstellung dieser Informationen über ein Webportal. Hierfür werden in einem ersten Schritt alle Kernsportstätten möglichst automatisiert erhoben und die Daten aus dem Projekt "Bäderleben" integriert. Als Datenquellen dienen öffentlich zugängliche Daten sowie Daten öffentlicher Stellen/in öffentlichem Eigentum. Beispielhaft sind sowohl Daten des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie (BKG) als auch Daten, welche durch Web-Crawling oder Auswertung von Satellitendaten generierte wurden, zu erwähnen. Ferner werden Daten mit Open-Government-Lizensierung systematisch erfasst, auf Eignung überprüft und integriert.

Sören Wallrodt stellte die Forschungsprojekte SDS und "Bäderleben" vor. Er berichtete über den Prozess und die Inhalte zur Entwicklung und Validierung von Schätzverfahren zum baulichen Zustand, zu Sanierungskosten und zum Versorgungsgrad. Beim baulichen Zustand liegt der Schwerpunkt in der Entwicklung eines datenbasierten Schätzverfahren, das nur mit geringem Kostenaufwand den baulichen Zustand von Sportstätten ausweisen und als Grundlage zur Schätzung von Sanierungsbedarfen dienen soll.

Darüber hinaus informierte er darüber, wie die Versorgung mit Sportstätten dargestellt werden kann. Als Beispiel zeigte er, wie hoch die Anzahl von Schwimmbädern pro 100.000 Einwohner je Bundesland ist und erläuterte, wieso diese Kennzahl nur bedingt als Versorgungsgrad dient. Wallrodt betonte, welche Möglichkeiten eine valide Datenbasis, die durch den digitalen Sportstättenatlas und Bäderleben bereitgestellt wird, bietet: Grundlage für politische Entscheidungen, Unterstützung von Planungsverfahren und kommunalen Sportentwicklungsplanungen oder neue Forschungsansätze in der Sportwissenschaft.

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